Partnergemeinde 

Die freundschaftliche Beziehung zwischen Fertöszentmiklós in Ungarn und Pleidelsheim  besteht seit 1987. Offiziell beurkundet wurde diese Freundschaft am 19. Oktober 1994.
Schauen Sie sich hier um, um mehr über unsere Partnerstadt zu erfahren.Partnerschaftsurkunde (Bild: Archiv)

Weitere Informationen über das schöne Land Ungarn können unter den folgenden Internetseiten erlangt werden:

 

Geschichte

Fertöszentmiklós befindet sich bei der nordwestlichen Grenze von Ungarn im Tiefland "Kisalföld" auf dem Rand des Beckens Raab. Der Bach Ikva teilt das Dorf in zwei Teile, welche früher zwei eigenständige Siedlungen waren.Das spiegelt sich auch in den Namen der Gemeinde bis 1905 wieder. Der westliche hieß Szerdahely und der südliche Szentmiklós. 1905 war dann die Vereinigung und die Gemeinde erhielt ihren heutigen Namen.

Ein archäologischer Fund dokumentiert, dass hier die Leute schon 3500-2500 v.Chr gelebt haben. Ein anderer archäologischer Fund dokumentiert, das die Menschen bis zum erscheinen der Madjaren hier gern lebten.

Erstmals wurde der Ortsteil "Szentmlós" im Jahre 1228 als "Terra Neweg" und der Ortsteil "Szerdahely" als "Villa Sceredahel" im Jahre 1261 erwähnt.

1241/42 wüteten die Tataren in der Umgebung. Viele Häuser in Fertöszentmiklós und Umgebung wurden zerstört. In diesen Jahren wurde die Gemeinde auch erstmals in einer Urkunde als "Szentmiklós" erwähnt. Diesen Namen erhielt sie vom Schutzheiligen der Kirche.

Am Anfang des 14. Jahrhunderts waren die Besitzer der zwei Gemeinden "Osl - nem beliek", Ihre Nachkommen war die Familie Kanizsai. Unter der dieser Familie und später unter Familie Nádasdy gehörte die Gemeinde zur Herrschaft Kapuvár.

Bei dem Rückzug der Türken aus Wien 1683 wurde die Gemeinde zerstört und ausgeraubt, sowie die Kirche angezündet. Danach wurde die "alte" Kirche wieder so aufgebaut, wie wir sie heute sehen können. Im Jahre 1936 wurde die neue Kirche erbaut und geweiht.

Bei größeren Feuern bis zum 20. Jahrhundert wurden in der Gemeinde nicht nur Wohnhäuser, sondern auch die Archive des Gemeindeamtes und das Pfarramt zerstört.

In der Gemeinde leben nur Ungarn. Nur die Familiennamen deuten noch auf ehemalige kroatische Einwanderer und deutsche Aussiedler hin. Nahezu die gesamte Bevölkerung ist katholisch.

Im Herbst 1848 haben sich Aufständische der Umgebung in Szentmiklós gesammelt und nach Pákozd gezogen.

In der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert verließen etwa 1000 Menschen das Dorf und gingen nach Österreich oder Amerika mit der Hoffnung auf ein besseres Leben.

Die zwei Weltkriege forderten das Leben von 240 Einheimischen. Hinzu kommen noch die einheimischen Juden.

Im 2. Weltkrieg wurde die Gemeinde von der Roten Armee besetzt. Diese richtete ein Rätesystem ein, welches bis zur Ortsbehördlichen Wahl 1990 das Gemeindeleben steuerte.

1950 wurde das bis dahin lebendige Kulturleben abgeschafft. Alle Vereine wurden aufgelöst. Sie wurden erst ab 1989 wieder aufgebaut. Heute erfreut sich die Gemeinde eines rechhaltigen Vereinlebens, sowie einem katholischem Jugendkreis und einem Sängerchor.

Bis 1960 arbeitete der Großteil der Bevölkerung in der Landwirtschaft. Danach gewannen die Industriebetreibe, welche ab 1950 aufgebaut wurden, eine immer stärkere Bedeutung.

Seit dem ersten Januar 1972 hat die Gemeinde wieder den Titel Großgemeinde. Sie ist, wie früher, ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. So führen z.B. die Landstraße 85, sowie die Eisenbahnlinien nach Sopron, Györ, Pamhagen durch Fertöszentmilós.

In der Gemeinde haben viele berühmte Persönlichkeiten gelebt. So z.B. Esterháza Joseph Haydn. Auch Reformpolitiker István Bezerédj (1796-1856), welcher der erste Selbststeuerzahler und Leibeigenbefreiter Adliger war, wurde hier geboren. Zu seinen Nachkommen, die auch in Fertószentmiklos geboren wurden und hier lebten, gehörten Pál Bezerédj, ein großer Seidenzüchter und István Amáia Bezerédj, eine Pionierin im Berich der Kindererzeihung und der Kinderliteratur.

nach oben 

Zahlen, Daten, Fakten

  • Einwohner: ca. 3.480

Institutionen

  • zwei Kindergärten mit ca. 160 Kindern
  • Grundschule mit Hauptschule
  • Ordinationsräume (zwei Landärzte, ein Kinderarzt, ein Zahnarzt und ein kleines Labor)
  • Apotheke
  • Altenheim
  • Feuerwehrhaus
  • Gemeindeamt
  • Post
  • Bank (OTP, Erste-Bank)
  • kath. Pfarramt
  • Kulturhaus

 

Betriebe und Firmen

  • Hungaropro GmbH (Garten-Holzhäuser)
  • Schliffabrik
  • ABB Service
  • Silvanus Baumschule
  • KATILLA GmbH - Reitschule und Pferdestall
  • Wolf-Plastics GmbH (Kunstwaren)
  • KROMOBIL (Metallbau)

 

Vereine

  • Sportverein (FSE - Fußball, Kegelbahn, Schach)
  • Handballverein
  • Judo-Club
  • Jazz - Balett
  • Freiwillige Feuerwehr
  • Sängerchor
  • Volkshochschule
  • Angelverein
  • Maltheser
  • Seniorenclub
  • Jugendclub

 

Infrastruktur

  • Wasserleitung / Abwasserleitung
  • Gasleitung
  • Kabelfernsehen
  • Telefon
  • Eisenbahn - Knotenpunkt:
    nach Sopron
    nach Budapest
    nach Pamhagen (Österreich)
  • Flugplatz für Sportflugzeuge

 

Sehenswürdigkeiten

  • kath. Kirche mit Barock-Altaren
  • div. Statuen in der Gemeinde Bezerédj Statuen im Friedhof
  • Kapelle

 

Gastronomie, Unterkünfte

  • St. Miklós - Restaurant
  • "Kis Kakas" Gaststätte
  • Oázis - Hotel und Restaurant
  • Fischerhütte
  • Kovács - Konditorei
  • sowie Einkaufsmöglichkeiten in verschiedenen Geschäften und Boutiquen
nach oben