Historischer Dorfrundgang: Gemeinde Pleidelsheim

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Historischer Dorfrundgang

Der historische Rundgang begleitet Sie durch den alten Ortskern, vorbei an vielen giebelständigen Fachwerkhäusern mit einem Massiverdgeschoss.
Teilweise sind Steinkonsolen erhalten, die mit Steinmetzarbeiten verziert sind. Weitere Grundbauelemente sind Bruchsteinmauerwerk mit Eckquaderung und Krüppelwalmdach. Zum Charakter des Dorfes gehören die noch vielfach erhaltenen Tabaktrockenschuppen, die auf einen bis vor wenigen Jahren wichtigen Erwerbszweig hinweisen. Eine weitere Besonderheit sind die gusseisernen Pumpbrunnen, die noch in relativ großer Anzahl vorhanden sind. Sie sind nicht nur hinsichtlich der Wasserversorgung, sondern auch unter dem Aspekt des dörflichen Zusammenlebens zu werten.

Altes Rathaus

Erbaut 1613/14. Fachwerk, zum Teil später verputzt, auf eindrucksvollem hohem Massiverdgeschoss in Laubenform. Beachtlich ist die betont horizontale Schichtung der Baumasse und die klare Geschossgliederung durch Gesimse.
Ursprünglich war das Erdgeschoss mit seinen offenen reizvollen Rundbogenarkaden eine Markthalle. Im ersten Stock waren die Amtsstuben
untergebracht.

1840 wurde unter Schultheiß Gotthard Glok das Rathaus umgebaut. Dabei verlegte man die Freitreppe von der Nordseite in das Innere des Gebäudes.

Den Außenbereich kennzeichnen schöne Steinmetzarbeiten in Form von Ornamenten und Schriftbändern. Schriftband in der Eckquaderung am
Westgiebel: "ANO 1613 JAR DISER BAWE ANGEFANGEN WAR MARTI HILLPPRANT MAWERER WAR MELCHER WALTER BURGERMEISTER ZUR ZEIT DIESES BAWENS 1614 JAR CASPAR HOFACKER SCHULTHEIS WAR DIESER BAUW VOLVIERT WAR."

Bis 1971 als Rathaus genutzt. 1991 umfassend renoviert, dient das Gebäude
heute dem Vereins- und Kulturleben der Gemeinde.

Taubedenkmal

Ein Geschenk des Hofbildhauers Ludwig von Hofer. "In treuer Anhänglichkeit an den Geburtsort meines verstorbenen Vaters Jakob Hofer schenke ich dieses Denkmal zu bleibendem Andenken der Gemeinde Pleidelsheim."

Am 5. Juli 1885 wurde das Taubedenkmal in Anwesenheit des 84-jährigen Künstlers unter Teilnahme von zahlreichen Ehrengästen enthüllt.

Das in Carrara-Marmor ausgeführte Denkmal stellt zwei Brüder, die Grafen von
Taube, dar, die im Krieg 1870/71 in Frankreich gemeinsam den Tod fanden.

Ludwig von Hofer war der erste Ehrenbürger von Pleidelsheim.

In einem Denkmalbesucherbuch haben sich bis Anfang 1887 etwa 2500 Besucher
des Denkmals eingetragen und ihre Ehrerbietung bekundet.

Schorndorfer Hof

Bevor die beiden Hofanlagen Hauptstraße 51 und 55 angelegt wurden, befand sich hier ein großes Anwesen mit zwei Hauptgebäuden. 1390 im Besitz der Pfründe St. Eberhardt zu Schorndorf. 1569 ist das Haus Nummer 51 neu erbaut worden, 1606 die Scheune, die mit der Rückwand auf der Dorfmauer steht; in der Mauer findet sich ein Stein mit der Jahreszahl 1484.
Das Haus Nr. 55 wurde um 1586 neu errichtet. 1636 bis 1675 ist der Schorndorfer Hof im Besitz des Hans Kaspar von Lindemann, 1699 des Rittmeisters von Heerwarth. 1767 bis 1775 hat Freifrau von Schütz noch einen Anteil am Hof. Haus Nummer 51 ist seit 1882 im Besitz der Familie Langeneck. Der Besitzer Karl Langeneck ist der 4. Ehrenbürger der Gemeinde Pleidelsheim. Im Haus Nr. 55 befand sich bis 1953 das Gasthaus zum Stern (erstmals erwähnt 1711).

Hasenhof

Teil einer der ersten großen Hofanlagen in Pleidelsheim, die später aufgeteilt wurden. 1452 im Besitz des Klosters Steinheim. Kam Mitte des 16. Jahrhunderts an Württemberg.

Eduard Paulus schrieb 1889: " Der Hasenhof im Ort mit seinen reichverzierten steinernen Einfahrtstoren scheint auch ein Bau Georg Beers zu sein. Am kleinen Tor steht Thomas Haas 1588 (Kirche 1586), am größeren, mit Löwenkopf verziert, Thomas Mathias 1616, an der Haustür 1602 Thomas Haas, Jerg Haas. An der Scheune 1567. Der Kellereingang an der Hauptstraße trug die Jahreszahl 1511."

Zwei Generationen Haas lebten bis zum 30-jährigen Krieg auf diesem Hof. Thomas Haas war 1598 Schultheiß in Pleidelsheim.

Das vorübergehend in Gemeindeeigentum stehende Gebäude mit Tor wurde 1988 vollständig rekonstruiert und befindet sich heute in Privatbesitz.

Dorfmauer

Hierbei handelt es sich um einen Teil der Mauer, die im 15. Jahrhundert angelegt wurde und das Dorf umgab. Reste dieser Mauer sind auch im Bereich Friedhof und neuem Rathaus erhalten. An den vier Ortseingängen hatte sie Tore, sogenannte offene Tore, die nicht wie Stadttore gesichert wurden.

Die Mauer hatte nur begrenzenden und keinen wehrhaften Charakter. Unter anderem war sie auch Ettergrenze, die den engeren Dorfbezirk von der freien Flur trennte und somit auch aus rechtlicher Seite von Bedeutung war.

An der Ostseite des Dorfes wurde die Mauer Schießmauer genannt. Dort befand sich seit etwa 1714 der örtliche Schießplatz und die Mauer diente als Kugelfang.

Friedhofstürmle

Bevor der heutige Friedhof angelegt wurde, befand sich der Gottesacker bei der Mauritiuskirche. Als dieser nicht mehr ausreichte, legte man 1607/1608 den Friedhof außerhalb des Dorfes beim Großingersheimer Tor an. 1630 wurde das mit einem Türmchen versehene Totenhaus errichtet, damit man einen Platz zum Aufbahren der Pesttoten, der Ortsfremden und der im Neckar ertrunkenen Personen hatte. Später wurde das Totenhaus auch Grufthäusle genannt.

1932 erste größere Instandsetzungsarbeiten. Dabei kam eine Urkunde in die Kugel der Wetterfahne.

1990 wurde das Friedhofstürmle umfassend saniert und die Kugel der Wetterfahne erneut gefüllt.

Hauptstraße 40 (Wohnhaus)

1698 von Johann David Oehler, seinerzeit Schulmeister, Gerichtsschreiber, Mesner und Organist in Pleidelsheim, gebaut.

Giebelständiges Fachwerkwohnhaus. Drei Geschossvorstöße über Massiverdgeschoss, zwei Giebelgeschosse.

1986 wurde das Gebäude als erstes Fachwerkgebäude im Rahmen der Ortskernsanierung umfassend renoviert. Im ehemaligen Stall im Erdgeschoss befinden sich heute Nebenräume und Garagen. Im Ober- und Dachgeschoss sind zwei Wohnungen untergebracht.

Ehemaliges "Heiligenhaus" (der Heilige = die Kirche), in dem der Schulmeister wohnte und dort auch Schule hielt. Der erste erwähnte Schulmeister war Ambrosius Fink 1515. Das Heiligenhaus stand auf Teilen der alten Kirchhofmauer und war aus kleinen Steinen und Laimen gemacht. 1720 erhielt es einen Anbau aus altem Holz, das aus dem Ausbruch des alten Kirchendachstuhls stammte. 1774 wird das Heiligenhaus abgerissen, der Keller erweitert und darauf ein neues Schulhaus errichtet, 60 Schuh (18 Meter) lang und 60 Schuh breit. 1810 wird ein großer Saal unterkellert angebaut. 1951 Umbau zu Wohnungen, nachdem in der Ludwig-Hofer-Straße ein neues, größeres Schulhaus gebaut war.

Mauritiuskirche

Erbaut im 14. Jahrhundert an Stelle einer karolingischen Kirche. Als Wehrkirche erhielt sie den mächtigen Chorturm mit Kreuzrippengewölbe. 1586 wurde vom Hofbaumeister Georg Beer das Kirchenschiff um ca. 4 Meter verbreitert. Zwei neue Portale, ein spätgotisches Altarziborium im Süden mit Treppenaufgang zum Emporenbereich, sowie eine Südempore im Anschluss an eine bereits bestehende Westempore erinnern noch sichtbar an Beers Tätigkeit.

Das Innere der Mauritiuskirche beherbergt einen reichen Schatz an Emporenbrüstungsbildern mit eigenwilliger Thematik, eine Orgel mit schönem Barockprospekt und einem schönen Kruzifi.

Deutscher Hof 2 (Wohnhaus)

Das Haus wurde wahrscheinlich Ende des 16. Jahrhunderts erbaut. Der überlieferte Name "Deutsches Haus" lässt vermuten, dass der Deutschritter-Orden hier Besitz hatte.

Von 1803 an durch Einheirat im Besitz vom Schulheiß Johann David Wildermuth. Türsturz mit Inschrift: "D W M 1803 Schultheiß" = David Wildermuth. (Schultheiß in Pleidelsheim von 1803 bis 1815).

1819 erwarb es durch Kauf Adam Geiger, von dem es 1822 Schulheiß Johannes Nefflen eintauschte. Seine eigene Landwirtschaft betrieb Nefflen mit Umsicht und Erfolg; er war Vorreiter und Wegbereiter einer "modernen" Landwirtschaft im Dorf. Er ließ sich auch eine Wienbrandbrennerei einrichten. Seine besondere Aufmerksamkeit widmete er der Anlage von Jauchegruben, die dazu beitrugen, die Ertragsfähigkeit der Ackerböden zu steigern. Johannes Nefflen ist auch als Schriftsteller (Der Vetter aus Schwaben) bekannt geworden.

Kelter (neue Mühle)

1511 unter württembergischer Herrschaft erbaut. Zählt zu den ältesten Gebäuden in Pleidelsheim. Langgestreckter Massivbau mit Krüppelwalmdach. Die Umfassungs- und Giebelwände bestehen aus Bruchsteinmauerwerk mit Eckquaderung. In der Kelter standen früher bis zu drei Kelterbäume, große urtümliche Weinpressen aus starken Eichenbalken.

Seit 1834 im Besitz der Gemeinde. 1888 durchgreifende Renovierung: zwei Anbauten am Ostgiebel, "das kleine Kelterstübchen und das Zehnthäuschen" werden abgebrochen. Nur eine neue Weinpresse ist in Betrieb. Im Zehnthäuschen standen die Fässer und abschließbaren Behälter, in denen der Zehntwein und andere Weingaben aufbewahrt wurden. Das Kelterstübchen diente dem Kelterpersonal und "Zehentoffizienten" als Aufenthaltsraum und Büro und war der einzige beheizbare Raum der Kelter.

1924 wurde auf Betreiben des damaligen Schultheißen Barthau eine Gemeindemühle eingerichtet, weil die eigentliche Nutzung über mehrere Jahrzehnte ausgefallen war. 1952 wird die Mühle verkauft und modernisiert. 1971 Mühlbetrieb eingestellt. Heute wird das Gebäude gewerblich genutzt.

Pumpbrunnen

Gusseiserner Pumpbrunnen mit Steintrog aus dem 19. Jahrhundert.

Pleidelsheim hatte im Vergleich zu den meisten anderen Gemeinden im Kreisgebiet, eine beachtlich große Anzahl solcher Brunnen. Früher gab es neben elf öffentlichen Pumpbrunnen auch noch ungefähr 100 Privatbrunnen.

Dies lag sicher an der Tallage des Ortes und dem daraus resultierenden hohen Grundwasserstand. Je nach Jahreszeit gibt es auch heute noch Grundwassereintritte in alten Gewölbekellern.

1928 wurde die erste zentrale Wasserversorgung eingerichtet.

Evangelisches Pfarrhaus

Ummauerte Renaissancehofanlage mit Pfarrhaus, Pfarrscheune und großem Einfahrtstor. 1625 stand hier ein Erkerhaus (gegen die Kelter war ein Erker angebaut), das Elisabetha Margaretha Härlin 1729 im Tausch gegen das alte Pfarrhaus an die Stiftsverwaltung Stuttgart abgab.

1783 wurde es abgebrochen und es entstand ein neues Pfarrhaus über Massiverdgeschoss mit Eckquaderung und verzierten Steinkonsolen im Fachwerkaufbau, Krüppelwalmdach, schöne Steinmetzarbeiten und ansehnlichem Hoftor.

Daneben die große Pfarrscheuer, erbaut auf einer ehemaligen Hofstatt mit Kelter und Scheuer (1539). Massiv mit großem gewölbtem Keller und Kellertoren, Fachwerkaufbau mit Krüppelwalmdach. Im Inneren ein Viehstall. Zwischen den Gebäuden ein geräumiger Hofraum.

Badbrunnenstrasse 1 (Wohnhaus)

Laut Inschrift über dem Eingang wurde das Haus 1742 erbaut.

Traufständiges Wohnhaus, ein Vollgeschoss massiv.

Verputzter Fachwerkgiebel, steinerne Fensterbekrönungen.

Über dem Türeingang schönes Relief mit dem heiligen Georg als Motiv.

Wiegehalle

Erbaut 1935 als Wiegehalle mit Überdachung, damit auch an Schlechtwettertagen die verkaufte Tabakernte gewogen werden konnte.

Die Gemeinde-Brückenwaage mit dem Waaghäuschen von 1889, die vor dem Gasthaus Ochsen mitten auf dem Schillerplatz stand, wurde gleichzeitig in die neue Wiegehalle eingebaut.

Nach Einstellung des Tabakanbaus 1990 wurde sie noch als Viehwaage genutzt.

Backhaus

1797 als Waschhaus erbaut. 1837 zum Backhaus umgebaut.

1983 umfassend renoviert.

Hindenburgplatz 2 (Wohnhaus)

1569 erbautes Fachwerkhaus über sehr hohem Massiverdgeschoss mit Kellertor im Sockel. Große Keller weisen auf Wengerter und Weinanbau hin. Ein Wohngeschoss, zwei Giebelgeschosse. Der Giebel auf der Straßenseite hat ein sehr schönes Schmuckfachwerk.

1994 restauriert und umgebaut.

1997 Abbruch der noch vorhandenen Altsubstanz durch die Gemeinde-Wohnbau Pleidelsheim GmbH.

1998 Erstellung eines Wohn- und Geschäftshauses durch die Gemeinde-Wohnbau Pleidelsheim GmbH.

Gasthaus Ochsen

Der giebelständige Bau wurde 1611 bis 1614 auf den Mauerresten einer der ersten Hofstätten aus dem Mittelalter gebaut. Fachwerk im Stil einer fränkischen Hofanlage mit Sockel und Unterstock aus Sandstein. Im Endstein an der Nordseite : Metzgerwappen mit Steinkeil, Schlachtbeil und Schlegel, H M . Die Steinmetzarbeit rechts davon ist durch einen späteren Anbau verdeckt worden : DIES HAUS ERBAUT NICHT ICH NEIN GOT.....SEIN SEGEN HANS MAIER 1614.

Von 1640 bis 1992 immer in Familienbesitz.

Beginnend mit dem Ochsenwirt und Metzger Hans Adam Uschalk (1642 bis 1694) sind alle nachfolgenden Wirtsleute Verwandte des Dichters Friedrich Schiller. Der Bruder Johann Melchior Uschalk (Schultheiß in Pleidelsheim 1675 bis 1707) und dessen Ehefrau Maria Barbara geb. Grüneisen waren Ururgroßeltern Friedrich Schillers.

An der Stelle der großen Scheune und der Nebengebäude befindet sich heute das Hotel "Hotel am Schillerplatz". Das historische Gebäude wurde 1994 saniert und wird jetzt als Gast- und Wohnhaus genutzt.

Tabakschuppen

1933 von der Gemeinde erbaut. Als in Pleidelsheim der Tabakanbau in der Landwirtschaft noch ein wichtiger Erwerbszweig für die Bauern war, diente der Schuppen zur Trocknung der Tabakernte vor allem den Kleinbauern, die sich keinen eigenen Tabakschuppen leisten konnten.

Reine Holzkonstruktion mit Dachlüfterhaube, die die aufsteigende Wärme und Feuchtigkeit während der Trocknung nach oben über die Dachlüfter abströmen lässt. Seitlich angebrachte Gruppen von Lüftungsklappen regeln die Luftzufuhr.

1990 wurde der Tabakanbau in Pleidelsheim eingestellt, da bedingt durch die Marktbeeinflussung der Europäischen Union kein wirtschaftlicher Anbau mehr möglich war.

1997 wurden an der westlichen Seite ein Wohnhaus mit Eigentumswohnungen angebaut. Die Gestaltung musste sich an den bestehenden Tabaktrockenschuppen angleichen.

Tierzuchthof

Als Einrichtung zur Vatertierhaltung von der Gemeinde 1936 erbaut. Auch Farrenstall genannt, war er über Jahrzehnte eine vorbildliche kommunale Einrichtung für den landwirtschaftlich geprägten Ort, mit dem Ziel, die Rindvieh-, Schweine- und Ziegenzucht zu fördern. Untergebracht waren jeweils 4 bis 5 Farren (Bullen), 2 Eber und 1 Ziegenbock. 1956 wurde die Farrenhaltung eingestellt, 1962 die Eberhaltung und 1972 die Ziegenhaltung.

Seither wird das ehemalige Farrenwärterhäuschen vom DRK-Ortsverein als Vereinsheim genutzt. Die große Scheune mit Nebengebäuden und Hof dient den Mitarbeitern des Gemeindebauhofes zur Erfüllung ihrer vielfältigen Aufgaben.

Gemeindewaschküche

1942 in der Amtszeit von Bürgermeister Hermann Keller unter schwierigen Bedingungen erbaut, brachte die Waschküche den geplagten Bäuerinnen Entlastung.

1948 Ausbau mit einer Badeeinrichtung und Duschräumen. 1950 wurde auf der Rückseite des Gebäudes ein Dampfkessel für die Kartoffeldämpfkolonne zur gemeinschaftlichen dörflichen Nutzung in Betrieb genommen (acht bis zehn Bauern dämpften in einer Schicht etwa einhundert Zentner Futterkartoffeln).

In den 80er Jahre wurde das Gebäude und die technische Einrichtung umfassend modernisiert. Viele Pleidelsheimer Familien und Gäste aus umliegenden Orten schätzten diese Einrichtung auch als Ort der Kommunikation.

Das in Baden-Württemberg wohl einzige Waschhaus, das noch existiert. In der Gemeindewaschküche von Pleidelsheim ist somit eine alte Tradition lebendig.